Ich habe mich schon eine geraume Zeit auf diesen Tag gefreut. Denn ich kochte an diesem Tag zum ersten Mal Bāozis kochen! Dies wird auf Grundlage des folgenden Rezeptes geschehen: https://eatwhattonight.com/2017/04/supreme-big-pau/ .

Ich begann um 12.30 Uhr. Als erstes musste ich das Fleisch und die Pilze schneiden. Meine Katzen fanden den Vorgang sehr interessant und wollten sich wohl zum Hühnchen in die Pfanne gesellen. Obwohl das Ganze dadurch sicherlich um einiges authentischer geworden wäre, entschied ich mich dazu, die Katzen nicht mit zu verarbeiten. Ich schnitt jeder ein kleines Stück Fleisch ab und brachte sie dadurch, zumindest für kurze Zeit, zum Schweigen. Danach bereitete ich die Marinade zu. Dieses Gemisch stank ziemlich und ich fand es ziemlich Schade, das gute Fleisch in dieses Austernsaucengemisch zu legen. Da es nicht anders ging, musste ich das Fleisch und die Marinade mit den Händen mischen. Ich habe zwar überhaupt kein Problem rohes Fleisch anzufassen, aber als meine Hände am Abend im Bett immer noch rochen, bereute ich das schon. Während alles für eine Stunde in den Kühlschrank musste, begann ich alles vorzubereiten, das möglich war. Ich dachte, ich würde so ohne Stress durchkommen. Natürlich war das nicht der Fall.

Nach einer kurzen Pause musste ich das Fleisch zusammen mit den Bohnen und dem Ingwer anbraten. Während diesem Prozess veränderte sich der Geschmack der Marinade deutlich. Als alles schön durch war, kam es noch einmal für drei Stunden in den Kühlschrank.

In dieser Zeit bereitete ich den Teig zu. Der Teig wurde, wahrscheinlich auch aufgrund der Mehlmixtur (Bāomehl und Zopfmehl) ein wenig zu dunkel. Auch mit Trockenhefe kannte ich mich nicht wirklich aus, deshalb… naja, der Teig war nicht ganz auf der Höhe.

Während der Teig aufging hatte ich Zeit, mich um anderes zu kümmern. Immerhin blieben mir circa 2 Stunden. Ich hatte nichts zu tun, also spielte ich eine entspannende Runde Fifa mit Freunden.

Beim Formen hatte ich ebenfalls mühe. Der Teig war gleich gross geblieben, also hatte die Hefe ihren Teil definitiv nicht erfüllt. Mit Müh und Not füllte ich die Bāozis. Am Ende sahen sie sogar aus, wie damals in Singapur. Ich schob die Teigtaschen mit letzter Kraft und Geduld ins Dampfbad, denn es war schon ziemlich anstrengend. Ich musste mit Fehlern zurechtkommen, improvisieren und hatte mich zudem noch in der Zeit verschätzt.

Eine Stunde später als geplant gab es dann Abendessen. Die Bāos waren völlig ausser Form, denn die Hefe hatte ihren Zweck im Dampfbad schliesslich doch erfüllt. Wie sie geschmeckt haben, dass erfahrt ihr dann in einem anderen, späteren Blog.

Ich würde mich sehr über kritische Kommentare freuen, bis zum nächsten Mal

KevinTheChefkoch