In unserem Alltag hören wir einen bestimmten Satz ständig: «Da sehe ich Rot.» Dieser wird speziell in Situationen von Verärgerung oder Wut verwendet. Laut Duden bedeutet der Ausdruck so viel wie «aus der Fassung geraten, außer sich geraten, die Beherrschung/Fassung verlieren oder sich empören.» Ein Freund von mir sieht beispielsweise rot, sobald ein Bild schief hängt. Eines Morgens bekam ich ausserdem mit, wie eine betagte Dame zu ihrer Begleitung sagte, dass sie rot sehe, wenn einer dieser Jugendlichen frech oder vorlaut sei.
Natürlich stellen wir uns nun die Frage, woher diese Redensart kommt.
Ich schnappte vor einigen Jahren auf, dass die Ausdrucksweise ihren Ursprung in den Stierkämpfen haben soll. Es wird erzählt, dass der Stier bei der traditionellen „CORRIDA“ mit einem roten Tuch provoziert wird und aggressiv darauf reagiert. Geht man diesem Mythos jedoch genauer nach, so erfährt man, dass Stiere farbenblind sind. Sie reagieren in erster Linie gereizt auf die hektischen Bewegungen des Tuches auf die enorme Geräuschkulisse in den Arenen und natürlich auch den Schmerz, der ihnen zugefügt wird.
Nachdem sich diese Theorie als Mythos entpuppte, stellt sich die Frage, was der eigentliche Hintergrund des populären Ausdrucks ist. Nun, unser Gehirn reagiert empfindlich auf die Farbe Rot, da unser Blut rot ist. Meistens wenn es Blut zu sehen gibt, ist ein Unglück geschehen ist. Beispielsweise eine Schnittwunde oder ähnliches.
Wusstet ihr nicht? Jetzt wisst ihr’s!