Schön, dass ihr wieder dabei seid! In diesem Blog werde ich meine Trainerhose fertig stellen. Ausserdem bekommt ihr zum Schluss ein kleines Fazit von mir. Starten wir doch gleich.
Die Ausgangssituation ist ein Grobgerüst von einer Trainerhose. Das heisst, es fehlen noch die Bündchen und ein Gummiband.
Bündchen
Um einen Schritt näher an die fertige Trainerhose zu gelangen, habe ich die Bündchen zugeschnitten. Falls unklar sein sollte, was ein Bündchen ist: Dies ist ein meist dehnbares Band, welches am Ende des Stoffes angenäht wird, als Dekoration oder auch als Unterstützung vom Halt. Ich benötige drei Stücke. Eines jeweils an den unteren Beinenden und ein Grösseres für um den Bauch. Beim Grösseren habe ich die Mitte eingezeichnet, um es mir zu erleichtern zu einem späteren Zeitpunkt die Ösen zu stechen.

Als Erstes habe ich die Bündchen der Beine genommen. Diese habe ich an den Seiten zusammengenäht, sodass ich einen Schlauch erhalten habe. Diesen habe ich gefaltet und an die untere Seite der Beine gesteckt. Es ist hierbei sehr wichtig, dass es sehr gleichmässig gesteckt ist. Da es dehnbar ist, kann dies sehr schnell verrutschen und sieht dann nicht mehr gut aus. Mit der Overlock habe ich die Bündchen anschliessend befestigt. Es ist von grosser Bedeutung, das Bündchen während dem Nähen zu strecken. Das Bündchen sollte immer schön gedehnt sein. Andernfalls könnten kleine Wellen entstehen, welche sich ebenfalls negativ auf das Gesamtbild auswirken würde.

Mit einer Ösenzange habe ich dann die Ösen in das Bundbündchen eingedrückt.

Der nächste Schritt ist, das obere Bündchen am Bund anzunähen. Es ist genau dasselbe Prinzip wie bei den Bündchen davor. Auch hier habe ich es sehr regelmässig angesteckt und angenäht. WICHTIG! Unterhalb der Ösen habe ich eine Lücke offengelassen. Diese dient dazu, das Gummiband und die Kordel durchzuziehen.
Genau das habe ich dann auch gemacht.


Ganz zum Schluss habe ich diese kleine Lücke noch zusammengenäht und die Fäden vernäht. Voilà. Schon konnte ich die fertige Trainerhose in den Händen halten.


Zusammenfassend kann ich sagen, dass es mir viel Spass gemacht hat. Allerdings hat es mich auch viele Nerven gekostet. Die ganzen Einzelteile genau auszuschneiden hat schon gefühlt eine Ewigkeit gedauert. Die ersten Schritte gingen aber sonst ohne Probleme. Als ich die äusseren Seiten zusammengenäht habe, habe ich leider die Hosentasche nicht schön gerichtet, weshalb ich eine Naht nochmal komplett öffnen musste. Dies war sehr ärgerlich, gehört aber irgendwie auch dazu. Auch bei den Bündchen sind mir Fehler passiert. Anfangs habe ich sehr unregelmässig gesteckt, da ich ehrlich gesagt dachte, dass es sowieso nichts ausmachen würde. Leider musste ich bemerken, dass es das tatsächlich tat. Bei den Ösen musste ich mir Hilfe holen. Diese muss man nämlich mit sehr viel Kraft reindrücken, welche ich nicht besitze. Aber man sollte sich immer Hilfe holen, wenn etwas nicht klappt. Das Schlussprodukt hat mir ehrlich gesagt nicht ganz 100% gefallen. Es hatte für meinen Geschmack vorne im Schritt zu viel überschüssigen Stoff. Daher habe ich dies nochmal etwas korrigiert. Ich muss aber doch sagen, dass ich alles in allem sehr zufrieden bin. Das Projekt ist eher für Fortgeschrittene und verlangt einen Zeitaufwand von etwa 3-4 Stunden. Diese waren es mir aber auf jeden Fall wert!
Im nächsten Blog werde ich etwas aus dem Bereich Nähen ausbrechen. Was mein nächstes Projekt sein wird, seht ihr dann. 🙂 Ich freue mich sehr auf nächstes Mal, wenn ich euch eine weitere Arbeit präsentieren kann!