Die konventionelle Landwirtschaft zerstört die Natur und somit unsere gesamte Erde. Und doch kauft wahrscheinlich auch deine Familie viele ihrer Produkte. Welche Gründe sprechen gegen diese Landwirtschaftsform und deshalb gleichzeitig für die biologische Landwirtschaft? Darüber werde ich in diesem Blog sprechen.
Konventionelle Landwirtschaft hat das Ziel, möglichst viele Produkte zu einem möglichst geringem Preis zu produzieren. Dies gelingt, indem man sich auf wenige Lebensmittel beschränkt und vor allem mit Massentierhaltung arbeitet.
Aus rein ethischer Sicht eine komplette Katastrophe. Tiere leben auf kleinstem Raum beieinander, werden mit Medikamenten vollgepumpt und bis zum Sankt Nimmerleinstag gemästet, wo es nur geht. Diese Medikamente nehmen wir dann durch das Verspeisen dieser Produkte wieder auf. Die Schlachtung, die den Tieren dann am Ende ihres kurzen Lebens droht, wird ebenfalls sehr brutal vollzogen, ohne genügend Betäubung und unter höchstem Stress.
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Dazu kommt, dass solche Massentierhaltung regelrechte Methanbomben für unsere Atmosphäre sind und jahrelang darin verweilen, was den Klimawandel stark vorantreibt. Deshalb entscheiden sich immer mehr Leute, sich nicht vom Fleisch verleiten zu lassen und vegetarisch oder gar vegan zu leben.
Neben der Tierhaltung ist die Bewirtschaftung der Böden ebenfalls ein wichtiges Thema. Dadurch, dass man möglichst viele Produkte produzieren will, muss man den Boden zur Anpflanzung von Lebensmitteln auch viel intensiver nutzen. Schädlinge sind da auf gar keinen Fall erwünscht, weshalb der Einsatz von Pestiziden sehr hoch ist. Die Folgen davon sind verheerend:
- Durch die Pestizide gelangen Giftstoffe ins Grundwasser oder allgemein in die Erde, weshalb Kleintiere und Pflanzen absterben und so die Artenvielfalt schwindet
- Der Boden verliert seine Fruchtbarkeit, da die oberste Humusschicht zerstört und abgetragen wird
- Dadurch verliert der Boden auch seine „Schutzschicht“ und ist anfälliger für Erosionen durch Wind, Regen und Hitze
- Durch die intensive Nutzung von schwersten Maschinen verdichtet sich der Boden, weshalb er kaum noch Wasser aufnehmen kann und automatisch unfruchtbarer wird

Bild von einer Weide
Das alles zerstört den Boden und irgendwann wird die Arbeit des Bauern auch durch all diese Folgen erschwert. Eine gute Alternative dazu ist deshalb die innovative biologische Bewirtschaftung, welche ich dir ja letztes Mal näher gebracht habe.
Und das war’s für heute. In meinem nächsten Blog werde ich einen Verkostungsversuch machen, um herauszufinden, ob Produkte aus biologischer oder konventioneller Landwirtschaft besser schmecken.
Falls du irgendwelche Fragen oder Anregungen hast, schreibe sie mir einfach in die Kommentare.
Quellen:
Flurin Maissen und Roger Müller: „“Bio“ Produkte kosten 50% mehr“: https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/bio-produkte-kosten-50-prozent-mehr [10.11.2020]
Melanie Hagenau: „Konventionelle Landwirtschaft, Kennzeichen und Nachteile“: https://utopia.de/ratgeber/konventionelle-landwirtschaft-kennzeichen-und-nachteile/ [10.11.2020]
Levi
15. Januar 2021 — 16:16
Hallo 🙂
Ich finde dein Bioblog sehr spannend, aber auch sehr hilfreich, weil du die Realität von Massentierhaltung zeigst und es nicht verschleierst. Massentierhaltung muss gestoppt werden. Super!!! Weiter so 😉 Viel Glück 😀