{"id":157,"date":"2021-03-26T12:53:51","date_gmt":"2021-03-26T11:53:51","guid":{"rendered":"https:\/\/ksr-lu.ch\/stories\/?p=157"},"modified":"2021-04-01T13:26:15","modified_gmt":"2021-04-01T11:26:15","slug":"one-life-one-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ksr-lu.ch\/stories\/2021\/03\/26\/one-life-one-story\/","title":{"rendered":"One Life, One Story"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"157\" class=\"elementor elementor-157\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-section-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-26ec370c elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"26ec370c\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-51eff5ce\" data-id=\"51eff5ce\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-column-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-334fae87 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"334fae87\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-text-editor elementor-clearfix\">\n\t\t\t\t<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Hey und willkommen zur\u00fcck zu einer weiteren Kurzgeschichte.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><br><\/p>\n<p>Es ist wieder einmal Ende Monat \u2013 die Zeit vergeht echt verdammt schnell \u2013 und deswegen hier eine weitere meiner kleinen Storys. Vorneweg muss ich direkt sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie sie mir gelungen ist. Ich habe mehr Wert auf den Schreibstil als auf den Inhalt gelegt, also erwartet bitte keine Abenteuer oder Pointen XD. Eigentlich habe ich diese Geschichte schon f\u00fcr den letzten Monat geschrieben, doch da mochte ich sie nicht besonders. Mittlerweile kann ich mich aber ziemlich gut mit ihr anfreunden, weswegen ich sie euch auch mal zeigen will.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Am besten, ihr lest einfach selbst \ud83d\ude42<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Wir sehen uns n\u00e4chste Woche wieder, bis dann<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Eure Robyn <\/p>\n<p><br><\/p>\n<p><br><\/p>\n<p><br><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Seit ich denken konnte, liebte ich das Ballett.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Zu meinem vierten Geburtstag schenkte mir mein Dad meine ersten Tanzschuhe.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Einen Monat sp\u00e4ter schrieb mich meine Mom an einer Tanzschule f\u00fcr Kleinkinder ein. Es war noch kein richtiges Ballett, doch ich liebte es mehr als alles andere. Ich h\u00e4tte meine letzte Barbiepuppe hergegeben, damit ich weitertanzen durfte. Gl\u00fccklicherweise dr\u00e4ngten meine Eltern mir solch eine Entscheidung nicht auf. Wir hatten nicht viel, doch sie fanden immer einen Weg, mir alles zu bieten.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Als ich sieben war, trat ich meinem ersten richtigen Ballettkurs bei. Die anderen M\u00e4dchen waren bl\u00f6d, sie nahmen es nicht so ernst wie ich.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit acht nahm mich mein Dad zu einer Auff\u00fchrung ins Royal Opern House mit. Die T\u00e4nzer waren grossartig. So wollte ich sp\u00e4ter auch mal sein.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit elf stand ich das erste Mal auf Spitzen. Meine Mom fand, es w\u00e4re zu fr\u00fch daf\u00fcr, doch der Arzt und meine Ballettlehrerin hielten mich f\u00fcr bereit. Ich liebte das Tanzen, ich liebte das Ballett.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Seit ich zw\u00f6lf war, nahm ich mehrmals im Jahr an verschiedensten Tanzwettbewerben teil. Meine Mom liebte es, mich tanzen zu sehen. Alles, was meine Eltern in mich und meinen Traum gesteckt hatten, zahlte sich aus.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit f\u00fcnfzehn erhielt ich ein Stipendium an der Royal Academy of Dance. Sie waren unglaublich stolz auf mich. Mein Dad kaufte mir sogar ein neues Tanzdress. Ich liebte das Ballett.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit sechzehn fing ich an der Dance Academy an. Ich war die beste. Ich tanzte weiterhin an Wettbewerben, ich gewann. Meine Mom schaute immer zu, wenn ich tanzte.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit sechzehn hatte ich auch meinen ersten Freund. Er verlangte, mich zwischen ihm und dem Ballett zu entscheiden. Ich hatte ihn in den Wind geschossen. Mein Dad war f\u00fcr mich da, baute mich wieder auf.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit siebzehn gewann ich meinen ersten internationalen Ballettwettbewerb. Meine Mom sass in der ersten Reihe und jubelte mir zu. Sie weinte, sie war so stolz auf mich.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit achtzehn tanzte ich das erste Mal im Royal Opern House. Nach zehn Jahren war ich hier und hatte es geschafft. Mein Dad war stolz auf mich. Er liess sich meinen Namen t\u00e4towieren. Ich tanzte weiter.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit neunzehn lernte ich Malcolm kennen. Er war Engl\u00e4nder und Architekt. Meine Mom mochte ihn, sie hatte ihm Butterkekse gebacken. Sie war keine besonders gute B\u00e4ckerin. Malcolm tat so, als w\u00fcrde er die Kekse lieben.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit zwanzig ging ich auf Tournee. Ich war Solistin. Mein Dad reiste mir wie ein Groupie nach. Meine Mom backte noch mehr Butterkekse f\u00fcr Malcolm. Sie vermissten mich.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit einundzwanzig zog ich mit Malcolm zusammen. Ich war nicht viel Zuhause. Das Tanzen war mein Leben. Meine Eltern w\u00fcnschten sich Enkelkinder, ich lehnte dankend ab.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit dreiundzwanzig war ich Primaballerina. Ich verdiente gut. Malcolm verdiente auch gut, wir lebten zu zweit. Mit f\u00fcnfundzwanzig tanzte ich f\u00fcr die Queen. Mein Dad starb, Herzversagen. Meine Mom baute mich wieder auf, sie zog in unser Haus.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit sechsundzwanzig wurde ich schwanger. Ich wollte das Kind nicht, ich trieb ab. Das Tanzen war mein Leben.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit achtundzwanzig riss ich mir die Achillessehne w\u00e4hrend einer Probe in Paris. Ich hoffte, dass es schnell wieder verheilen w\u00fcrde und ich zur\u00fcck auf die B\u00fchne konnte. Malcolm k\u00fcmmerte sich um mich, meine Mom kochte mir Tee.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit neunundzwanzig musste ich meinen R\u00fccktritt bekanntgeben. Mein Fuss war dauerhaft gesch\u00e4digt. Ich war traurig, wusste nicht, was ich mit meinem Leben noch anfangen sollte.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit dreissig wurde ich wieder schwanger. Ich behielt das Kind, keine Karriere hielt mich mehr davon ab. Meine Mom freute sich, ich sah sie das erste Mal seit Dads Tod wieder lachen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit f\u00fcnfunddreissig fing ich in einer Tanzschule als Ballettlehrerin an. Es war nicht wie richtiges Tanzen, doch ich fand wieder ein wenig zu mir selbst zur\u00fcck. Meine Mum freute sich f\u00fcr mich, Malcolm h\u00e4tte es lieber gehabt, ich w\u00e4re noch ein wenig Zuhause geblieben und h\u00e4tte mich um unsere zwei Kinder gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit achtunddreissig trainierte ich meinen Sohn im Ballett. Er hatte Talent. Meine Mom liebte es, ihm zuzusehen. Malcolm spielte mit unserer Tochter Handball.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit vierzig unterrichtete ich ausschliesslich meinen Jungen. Zwei Jahre sp\u00e4ter setzte ich mich ganz zur Ruhe. Malcolm freute sich, meine Mom \u00fcbernahm weiterhin den Haushalt.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit siebenundvierzig besuchte ich das Royal Opern House, um meinen Jungen tanzen zu sehen. Er war grossartig. Meine Mom jubelte ihm zu.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit neunundvierzig verlor ich meine Mutter, Herzstillstand. Ich war traurig, meine Familie baute mich wieder auf.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit f\u00fcnfzig liess ich mein M\u00e4dchen gehen. Sie wollte Architektur studieren, in Amerika. Mein Junge war viel auf Tournee. Malcolm freute sich auf unsere gemeinsame Zeit.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Er wollte mich auf eine Reise mitnehmen. Eine Weltreise. Ich freute mich. Auch wenn es hiess, das Leben w\u00e4re eine Reise, so freute ich mich auf diese ganz besonders.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit f\u00fcnfzig hatte ich keine Verpflichtungen mehr. Ich packte meine Koffer, nahm Malcolm und stieg ins n\u00e4chste Flugzeug.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde das Ballett und meine Kinder im Herzen tragen, denn ich liebte beides nach wie vor, doch nun war ich frei. Nun war ich an der Reihe.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hey und willkommen zur\u00fcck zu einer weiteren Kurzgeschichte. 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