{"id":113,"date":"2017-04-28T15:33:39","date_gmt":"2017-04-28T13:33:39","guid":{"rendered":"http:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/?p=113"},"modified":"2017-05-07T21:54:01","modified_gmt":"2017-05-07T19:54:01","slug":"roboter-in-den-schweizer-operationssaelen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/2017\/04\/28\/roboter-in-den-schweizer-operationssaelen\/","title":{"rendered":"Roboter in Schweizer Operationss\u00e4len?"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Blog werde ich dir zeigen, dass die Schweiz schon Roboter an sehr heiklen Operationen, die eine hohe Pr\u00e4zision ben\u00f6tigen, einsetzt und wie dies funktioniert. Viel Spass \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Roboter haben schon lange Einzug in den Operationssaal gehalten. Die gr\u00f6ssten Spit\u00e4ler besitzen den sogenannten &#8222;Da Vinci&#8220;-Operationsroboter. Jedoch ist dieser kein Allesk\u00f6nner, ganz im Gegenteil. &#8222;Da Vinci&#8220; wurde haupts\u00e4chlich \u00a0in der Urologie zur Entfernung von Krebs in der Prostata verwendet. Nun haben die Schweizer einen ganz neuen Roboter, der auf eine andere Aufgabe spezialisiert ist: die Implantation einer H\u00f6rprothese, oder auch Cochlea-Implantat genannt. Bei dieser Operation ist eine Pr\u00e4zisionsarbeit im Zehntelmillimeterbereich gefragt. Der Roboter ist mit mehreren Sensoren ausgestattet, die einem Chirurgen eine pr\u00e4zise \u00dcberwachung im Operationssaal \u00a0erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>In der Schweiz werden werden pro Jahr etwa 200 Cochlea-Implantate eingesetzt, jedoch von Menschen. Die Forscher hoffen, dass durch diese\u00a0Roboter und deren h\u00f6here Pr\u00e4zision ein besseres H\u00f6rererlebnis nach der Operation erreicht werden kann. Bei Menschen mit Resth\u00f6rverm\u00f6gen ist das Ergebnis bei 30-50% suboptimal. Eine Vermutung ist, dass beim Einf\u00fchren des Cochlea-Implantats in die H\u00f6rschnekche (Cochlea) Sch\u00e4den am Gewebe entst\u00fcnden. \u00a0Der erste Einsatz war an einer 50-j\u00e4hrigen Frau, die nach einer Krankheit auf beiden Ohren ertaubte. Man hatte jedoch die Operation schon an mehreren Operationspuppen und Gewebepr\u00e4peraten ge\u00fcbt. Die Schwierigkeit ist, den richtigen Eintrittswinkel zu finden, denn bei dieser Operation muss man an einer sehr engen Stelle vorbei. Der Abstand zwischen dem Gesichtsnerv und dem Geschmacksnerv ist nur knapp 3 Millitmeter gross, da darf der 1,8-Millimeter Bohrer kaum von der Bahn abweichen.<\/p>\n<p>Der Roboter bohrt nur diesen 1,8-Millimeter schmalen Kanal. Daf\u00fcr errechneten die Forscher anhand eines CT-Bildes, also mit Hilfe von Computertomografie, den optimalen Verlauf. Wie schon oben erw\u00e4hnt, vertraut man diesem Roboter nicht blind. Er ist mit einem Kamerasystem ausgestattet, welches die Postiton vom Bohrer zum Patienten aufnimmt und mehreren Messger\u00e4ten, die die Bohrkr\u00e4fte messen und mit Daten \u00fcber den individuellen Verlauf der Knochendichte vergleichen. Das Einf\u00fchren des Implantats &#8211; ein flexibles Silikonband, das 12 bis 22 Elektronen tr\u00e4gt &#8211; ist dann wieder Sache des Chirurgen. Das n\u00e4chste Ziel der Forscher ist, einen Roboter diesen Schritt ausf\u00fchren zu lassen, um damit das Ausmass an Verletzungen zu minimieren und eine bessere Positionierung des Implantates zu erreicht.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dir hat dieser Beitrag gefallen und ich hoffe ich konnte dir wiedereinmal veranschaulichen, wie weit die heutigen Roboter schon entwickelt sind.<\/p>\n<p>roboblog<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>NZZ Artikel: &#8222;Schweizer Roboter beweist sein Talent im OP&#8220; vom Freitag, 17, M\u00e4rz 2017<\/li>\n<li>E-paper: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/robotik-roboter-ueben-ihren-auftritt-im-op-ld.151623\">https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/robotik-roboter-ueben-ihren-auftritt-im-op-ld.151623<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">In diesem Blog werde ich dir zeigen, dass die Schweiz schon Roboter an sehr heiklen Operationen, die eine hohe Pr\u00e4zision&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133,"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113\/revisions\/133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ksr-lu.ch\/roboblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}