{"id":59,"date":"2021-05-13T19:07:53","date_gmt":"2021-05-13T17:07:53","guid":{"rendered":"https:\/\/ksr-lu.ch\/relativitaetstheorieblog\/?p=59"},"modified":"2021-05-13T19:10:53","modified_gmt":"2021-05-13T17:10:53","slug":"konflikt-zwischen-der-quantenmechanik-und-der-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ksr-lu.ch\/relativitaetstheorieblog\/2021\/05\/13\/konflikt-zwischen-der-quantenmechanik-und-der-art\/","title":{"rendered":"Konflikt zwischen der Quantenmechanik und der ART"},"content":{"rendered":"\n<p>Eigentlich hatte ich vor, in meinem letzten Blogeintrag \u00fcber Tensor Algebra und den Einstein\u2019schen Feldgleichungen zu schreiben. Als ich aber zur Erkenntnis kam, dass sich leider fast niemand f\u00fcr Mathematik interessiert, musste ich diese Idee liegen lassen. Deswegen werde ich heute \u00fcber die Beziehung zwischen der Quantenmechanik und der ART berichten. Falls du meine vorherigen Blogeintr\u00e4ge gelesen hast, denke ich, hast du jetzt die n\u00f6tigen Grundlagen, um zu wissen was die ART ist und du kennst die wichtigsten grundlegenden Konzepte. Deswegen werde ich in diesem Eintrag nicht mehr so viel erkl\u00e4ren. Es wird kein Sachtext, sondern eher mehr eine pers\u00f6nliche Auseinandersetzung mit dem Thema, ein Essai oder Aufsatz sozusagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit mehreren Jahrzenten versuchen schon zahlreiche Physiker eine heilige \u201eWeltformel\u201c zu finden. Eine Formel, die alle vier Grundkr\u00e4fte miteinander vereint, eine mit der man jedes Ph\u00e4nomen im Universum beschreiben kann. Eine Formel welche die makroskopische Welt mit der mikroskopischen Welt zum Verschmelzen bringt. In der modernen Physik gibt es zwei grosse Theorien. Die Allgemeine Relativit\u00e4tstheorie, die das Makroskopische beschreibt und die Quantenmechanik, die Theorie, die die Welt der fundamentalsten Teilchen beschreibt und wie sie miteinander interagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt reelle Teilchen wie Quarks und Elektronen, aus denen alles besteht, und es gibt Wechselwirkungsteilchen wie Photonen und Gluonen, die mit zwischen diesen reellen Teilchen interagieren und eine Kraft zwischen ihnen \u00fcbertragen. Falls du dich jemals gefragt hast, wie ein Magnet funktioniert, hat die Quantenmechanik eine Antwort f\u00fcr dich. Ein Teilgebiet der Quantenphysik, die Quantenelektrodynamik, erkl\u00e4rt dieses Ph\u00e4nomen durch den Austausch von Photonen \u00fcber den Raum hinweg. Um dies mathematisch zu demonstrieren, br\u00e4uchte man zu viel Aufwand. Diesen Prozess kann man auch mit Feynman-Diagrammen darstellen. Es lassen sich drei von vier Grundkr\u00e4ften (Elektromagnetismus, starke Kraft, schwache Kraft) mit Feynman-Diagrammen beschreiben. Hier ist noch ein Bild von einem Feynman-Diagramm.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/ca\/Feynmandiagram.svg\/1200px-Feynmandiagram.svg.png\" alt=\"Quellbild anzeigen\" width=\"373\" height=\"250\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nur bei der Gravitation funktioniert das nicht. Viele Physiker haben versucht oder versuchen immer noch die beiden Theorien zum Paaren zu bringen, bisher aber ohne Erfolg. Es gibt viele Ideen f\u00fcr eine einheitliche Theorie. Die erste, \u00fcber die ich sprechen m\u00f6chte, ist das Graviton. Physiker versuchen die Gravitation in das Standardmodell der Teilchenphysik zu integrieren, indem sie ein Wechselwirkungsteilchen f\u00fcr die Gravitation suchen. Was man beachten muss, ist dass es keinerlei experimentellen Nachweise f\u00fcr ein Graviton gibt und die ART auch ohne ein Tr\u00e4gerteilchen klarkommt. Die Gegenargumente f\u00fcr die Existenz des Gravitons sind enorm.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Idee w\u00e4re die Sting-Theorie. Diese besagt, dass die fundamentalen Teilchen nichts mehr sind als Vibrierende 1-dimensionale F\u00e4den. Je nach Frequenz kommt ein Teilchen heraus. Jedes Teilchen hat eine andere Frequenz. Die Mathematik dieser Theorie ist sehr elegant und sie sagt sehr viele richtige Sachen voraus. Problematisch ist nur, dass man daf\u00fcr ein 11-dimensionales Universum braucht. Es gibt aber keine experimentellen Nachweise f\u00fcr diese Strings. Ich denke, es wird in den n\u00e4chsten Jahrzehnten auch keine geben, weil diese Strings so gross sind wie die Planckgr\u00f6sse.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine lieben Leserinnen und Leser, dies ist mein letzter Blogeintrag, bevor ich aber fertig bin, muss ich noch ein paar Sachen loswerden. Seid stets neugierig nach Wissen. Betrachtet die Welt von einer anderen Perspektive. Stellt viele Fragen, behaltet eure kindliche Neugier. Es gibt noch viele unbeantwortete Fragen. Was ist Zeit? Woher kommen wir? Wie entstand das Universum? Wir sind lediglich ein Staubkorn auf einem grossem Ball aus Stein, welcher aus der kosmischen Perspektive betrachtet auch nur ein Staubkorn unter Milliarden von anderen Staubk\u00f6rnern ist. Ich hoffe, ihr konntet etwas lernen in diesem Blog. Seid stets neugierig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich hatte ich vor, in meinem letzten Blogeintrag \u00fcber Tensor Algebra und den Einstein\u2019schen Feldgleichungen zu schreiben. 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