{"id":64,"date":"2018-05-09T21:08:10","date_gmt":"2018-05-09T19:08:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ksr-lu.ch\/leitbildprojekte\/?p=64"},"modified":"2018-05-09T21:11:11","modified_gmt":"2018-05-09T19:11:11","slug":"recycle-projekt-der-klasse-1b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ksr-lu.ch\/leitbildprojekte\/2018\/05\/09\/recycle-projekt-der-klasse-1b\/","title":{"rendered":"Recycle-Projekt der Klasse 1b"},"content":{"rendered":"<p>Wir, die Klasse 1b, haben als Leitbildprojekt gew\u00e4hlt, auf dem Schulhausareal Abfall aufzusammeln. Wir haben uns &#8211; in 4er-Gruppen aufgeteilt &#8211; in einer Doppellektion Bildnerisches Gestalten mit Abfalls\u00e4cken und Handschuhen auf das Aufsammeln gemacht. Dabei haben wir unerwartete Erfahrungen gemacht: Einige Klassen haben die Fenster ge\u00f6ffnet und uns lauthals ausgelacht und auf uns gezeigt. Aber wir haben einfach nicht auf sie geachtet und trotzdem weiter unsere Arbeit gemacht. Wir finden es nicht sympathisch, deswegen ausgelacht zu werden. Die meisten Gruppen haben schon innert k\u00fcrzester Zeit ziemlich viel eingesammelt und wir haben uns gewundert, wieviel Abfall einfach so um das Schulhaus herum zerstreut ist. Zum Beispiel haben wir zwischen dem Turngeb\u00e4ude und dem roten Sportplatz ziemlich viel M\u00fcll in Form von Getr\u00e4nkedosen und Verpackungen gefunden. Auch am Raucherplatz lagen \u00fcberall um den Abfalleimer herum Zigaretten. Das ist verwunderlich, weil es ja daneben einen speziellen M\u00fclleimer hat, wo man die Zigaretten reinwerfen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Allm\u00e4hlich waren dann alle Gruppen fertig und wir begaben uns wieder in unser Klassenzimmer. Dort angekommen, haben wir nach einer kurzen Besprechung einzelne farbige Abfallst\u00fccke wie zum Beispiel S\u00fcssigkeiten-Papierchen auf ein weisses A3 Blatt gelegt, um interessante Ausschnitte dieser Abfallst\u00fccke zu fotografieren. Es war eine ziemlich eklige Angelegenheit, die sch\u00f6nen Teilchen erst rauszusuchen. Und es hat auch stark gestunken. Danach haben wir wieder alles zusammen getragen, um die Menge des Abfalls zu bestimmten. Das Ergebnis waren zwei prall gef\u00fcllte Abfalls\u00e4cke. Wir waren sehr erstaunt, wie viel Abfall zusammen gekommen ist.\u00a0 Die eine H\u00e4lfte bestand fast ausschliesslich aus Zigaretten, die andere vor allem aus Getr\u00e4nkedosen, vereinzelt sogar Glasflaschen.<\/p>\n<p>Wir haben dann einen solchen Abfallsack auf den Tisch gestellt und Zeichnungen davon auf A6 Postkarten gemacht, wobei wir die Schattierung der Falten in unterschiedlichen Zeichentechniken umsetzten. Es war anspruchsvoll, die r\u00e4umliche Wirkung mit Bleistift zu zeichnen, die Formen genau zu beobachten und eine einheitliche Strichf\u00fchrung aufs Blatt zu bringen. Aber schlussendlich hatte dann jeder mindestens eine Zeichnung gemacht.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter h\u00e4ngten wir die Zeichnungen und die Bilder der farbigen Papierchen im E-Trakt aus. Wir stellten gemeinsam eine m\u00f6glichst abwechslungsreiche Komposition zusammen. Durch die Art der Pr\u00e4sentation wollten wir auf den KSR-Abfall hinweisen und sensibilisieren. Erst auf den zweiten Blick kann man erkennen, wie die Bilder entstanden sind.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war der Grund, wieso wir Abfall aufsammeln gingen, auch der, dass man sich bewusst werden sollte, wenn schon auf einem Schulhausareal so viel M\u00fcll ist, wie es dann mit der ganzen Welt aussieht. Rund zehn Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll landen j\u00e4hrlich im Meer und werden von den Tieren mit Nahrung verwechselt. Die Plastikteilchen k\u00f6nnen dann nicht richtig verdaut werden und zum Beispiel die schon sonst bedrohte Meeresschildkr\u00f6te verhungert mit vollem Magen. Es sind genau solche Dinge, die wir verhindern wollen und mit unserem Projekt zum Thema machen wollten.<\/p>\n<p>Pro Tag produziert die gesamte Weltbev\u00f6lkerung 3,5 Millionen Tonnen M\u00fcll und ein Mensch allein in der Schweiz produziert rund 700 Kilogramm Abfall pro Jahr, so viel wie kein anderes Land. Durch den Abfallberg werden auch viele unserer heimischen Tiere gef\u00e4hrdet. Wer h\u00f6rt schon nicht gerne die sch\u00f6nen Kl\u00e4nge, wenn V\u00f6gel pfeifen? Oder wer sieht nicht gerne ein Reh am Waldrand? Wir sollten unsere sch\u00f6ne Welt mit den vielen Tieren nicht mit unserem Abfall verschmutzen, es kann ja auch Spass machen zu recyclen oder einen Komposthaufen anzulegen.<\/p>\n<p>Dass wir den Abfall auch noch zeichnerisch und kreativ ausnutzen k\u00f6nnten, ist uns eigentlich ziemlich spontan in den Sinn gekommen. Das Zeichnen des Abfallsackes mit seinen Falten und Schattierungen hat uns sehr viel Spass gemacht. Zum Teil sind die Zeichnungen, die wir selber gemalt haben, sehr lustig. Als wir sie einander gezeigt haben, lachten wir miteinander. Es war eine sehr idyllische und entspannte und auch lustige Atmosph\u00e4re in unserem Schulzimmer, als wir an unserem Projekt gearbeitet haben.<\/p>\n<p>Wir sind alle froh, nach einigem Z\u00f6gern und Nachdenken doch noch ein passendes Klassenprojekt f\u00fcr uns gefunden zu haben.<\/p>\n<p>Gerne m\u00f6chten wir zu allen Lehrpersonen, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern und Mitarbeitenden sprechen: Lasst unsere sch\u00f6ne Schule so behandeln, dass sie auch sch\u00f6n bleibt. Wir bitten euch alle, den Abfall stets in die Eimer zu werfen und PET-Flaschen und so weiter zu trennen. Das k\u00f6nnt ihr auch Zuhause und \u00fcberall sonst machen, wenn ihr der Erde etwas Gutes tun wollt. Ihr k\u00f6nnt sogar aus alten Dingen etwas Kreatives basteln oder Sachen wie Kleider an arme Leute verschenken. Wenn ihr etwas nicht mehr braucht oder gerade kein Abfalleimer in der N\u00e4he ist, sollt ihr es nicht einfach auf den Boden schmeissen, sondern in eurer Tasche zum n\u00e4chsten Eimer tragen. Vielen Dank beim Mithelfen!<\/p>\n<p>Text: Samira Heiniger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir, die Klasse 1b, haben als Leitbildprojekt gew\u00e4hlt, auf dem Schulhausareal Abfall aufzusammeln. 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