{"id":145,"date":"2017-07-18T10:07:38","date_gmt":"2017-07-18T08:07:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ksr-lu.ch\/digitales-schreiben\/?p=145"},"modified":"2017-07-18T10:07:38","modified_gmt":"2017-07-18T08:07:38","slug":"literatur-im-netz-vs-netzliteratur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ksr-lu.ch\/digitales-schreiben\/2017\/07\/18\/literatur-im-netz-vs-netzliteratur\/","title":{"rendered":"Literatur im Netz vs. Netzliteratur"},"content":{"rendered":"<p>Netzliteratur, Literatur im Netz, Digitale Poesie, Cyber-Poetry, digitale Dichtung. Eine Begriffsbestimmung:<\/p>\n<p>Literatur im Netz: \u201eSie bedient sich des Internets [&#8230;] nur als preiswertes und r\u00e4umlich nahezu unbeschr\u00e4nktes Publikations- und Distributionsmedium. Dabei handelt es sich durchweg um traditionelle Texte, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr eine Printpublikation geschrieben wurden bzw. v\u00f6llig dem Erbe der Printliteratur verhaftet sind. Keinesfalls jedoch wird das Internet f\u00fcr den kreativen Schaffensprozess an sich benutzt.&#8220; (Quelle: deutsches Literaturarchiv Marbach)<\/p>\n<p>Netzliteratur: \u201eIm Gegensatz dazu macht\u00a0Netzliteratur\u00a0Gebrauch von den kommunikativen, sozialen und technischen M\u00f6glichkeiten des Internets. Software und Hardware des Computers sowie netzspezifische Techniken und Kommunikationsmuster des Internets werden dabei als Stilmittel zur Textproduktion eingesetzt: Animationen, Sound, Interaktivit\u00e4t, kollaboratives Schreiben, usw.\u201c (Quelle: deutsches Literaturarchiv Marbach) Auch in Deutschland ist Mitte der 90er Jahre eine eigene Netzliteratur-Szene von ambitionierten, jungen Autoren entstanden. Entscheidend stimuliert wurde die Produktion von Hyperfiction durch die Wettbewerbe der Wochenzeitung DIE ZEIT (1996-99). Mittlerweile ist die Entwicklung eingeschlafen.<\/p>\n<p>Codework: Netzliteratur mit medialem Selbstbezug. Die Technik des Computers selber wird behandelt. Computercodes werden zu Kunstwerken.<\/p>\n<p>Hypertexte: Sie waren die allererste Art der Netzliteratur. Die Leserinnen und Leser m\u00fcssen sich einen Weg durch ein Labyrinth von Links bahnen. Es ist auch m\u00f6glich, die Perspektive einer Person zu wechseln. Schon bald ging der Textanteil zur\u00fcck und es entwickelten sich Werke, die auch akustisches und optisches Material mitverwendeten. In diesem Fall spricht man von Hypermedia.<\/p>\n<p>Kollaborierendes Schreiben (Mitschreib-Projekte): In solchen Werken wird Einheit des Textes aufgebrochen. Leserinnen und Leser k\u00f6nnen einer Ausgangsgeschichte eigene Kapitel zuf\u00fcgen, einen bestimmten Erz\u00e4hlfaden aufnehmen, usw. Selbstverst\u00e4ndlich ist bei dieser Art des Schreibens die gleichbleibende Qualit\u00e4t nicht gesichert. Mitschreib-Projekte existieren auch als Wandertexte via E-Mail oder als Texte in literarischen Newsgroups.<\/p>\n<p>Fan-Fiction: In solchen Texten lassen die Fans von einem Film, einem Roman oder einer Romanfigur ihrer Fantasie freien Lauf, das heisst, sie entwickeln ihre eigenen Geschichten, die sie dann auf Fan-Fiction-Websites unter einem Nicknames publizieren.<\/p>\n<p>Interaktive Texte: Bei solchen Werken werden die Leserinnen und Leser miteinbezogen. Sie k\u00f6nnen mitbestimmen, was als n\u00e4chstes geschieht oder wie die Geschichte ausgeht.<\/p>\n<p>Netz-Literaturbetrieb: Die experimentelle Aktivit\u00e4t im Netz ist heute weitgehend eingeschlafen. Auch der Parallel-Literaturbetrieb im Netz (als Entsprechung zum realen Literaturbetrieb) ist fast zum Erliegen gekommen. Viele Literatur-E-Zines haben ihren Betrieb eingestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Netzliteratur, Literatur im Netz, Digitale Poesie, Cyber-Poetry, digitale Dichtung. 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